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Im Ernstkampf flattern die Nerven
von Christian Hilkinger
Der HC Dietikon-Urdorf verliert das Duell gegen den Tabellennachbarn mit 22:26
17:18 steht es in der zweiten Halbzeit zwischen Dietikon-Urdorf und Appenzell. Das Heimteam ist drauf und dran auszugleichen, doch Thomas Wüthrich trifft nur den Pfosten – wie kurz zuvor schon Tarek Grendelmeier. Dann erhöht Appenzell auf 19:17, 20:17. Doch das Heimteam kommt nochmals auf 18:20 heran, als Fabian Beltrami nach einem Foul an Moreno Maier seine dritte Zwei-Minuten-Strafe kassiert – und somit die rote Karte. Wutentbrannt verlässt Beltrami die Halle. Kurz darauf trifft Raphael Neff per Siebenmeter zum 21:18 für Appenzell.
Zuviele Strafen
Es ist eine symptomatische Szene für den Auftritt von Dietikon-Urdorf am gestrigen Sonntagnachmittag. Die Limmattaler erspielen sich Torchancen, haben die Möglichkeit, den Spielverlauf zu ihren Gunsten zu beeinflussen – und schwächen sich dann mit einer Strafe gleich selbst. «Wir haben heute eindeutig zu viele Strafen genommen», bilanziert Trainer Claude Bruggmann nach der Partie. Allerdings auch wegen des Schiedsrichterduos, das an diesem Nachmittag sehr viele Strafen ausspricht und damit den (lauten) Unmut des Publikums auf sich zieht. «Ja, die Schiedsrichter haben wegen jeder Kleinigkeit gepfiffen», ärgert sich Bruggmann, der sich wegen der strengen Linie der Unparteiischen zeitweise an ein Volley- oder Basketballspiel erinnert fühlte. «Das ist Handball, und Handball ist ein harter Sport», meint er. «Da kann man nicht wegen jedem Blödsinn gleich eine Strafe aussprechen.» Als Ausrede für die Niederlage möchte er die Gangart der Schiedsrichter aber nicht gelten lassen: «Sie haben auf beiden Seiten so gepfiffen, und deshalb fühle ich mich nicht benachteiligt. » Es sei schliesslich an seiner Mannschaft, bei solchen Schiedsrichtern entsprechend aufzutreten.
Unsicherheit und Nervosität
Zudem hat Bruggmanns Team nach einer guten ersten Hälfte im zweiten Durchgang auch nachgelassen. Schlüsselspieler wie Daniel Imhof kamen nicht mehr so zum Zug. «Die Appenzeller haben Imhof aus dem Spiel genommen», erklärt Bruggmann. «Wir hatten darauf keine Antwort, und wenn, dann haben wir unsere Chancen vor dem Tor vergeben.» Zu denken gibt Bruggmann auch, dass sein Team die guten Trainingsleistungen nicht im Ernstkampf umsetzen kann. «Wenn das Spiel beginnt, ist es, als ob die Spieler alles vergessen hätten, was im Training klappte», seufzt er. Sei die Mannschaft zu nervös? «Vielleicht, vielleicht ist es auch eine gewisse Unsicherheit.»
Punkte müssen her
Woran es genau liegt, weiss Bruggmann nicht. Und er hat auch keine Zeit, verschiedene Dinge auszuprobieren: «Die Saison dauert nicht mehr so lange, das kann man nicht so schnell hinbiegen.» Bruggmann schaut sowieso lieber von Spiel zu Spiel, und da ist die Devise klar: «Jetzt müssen unbedingt Punkte her.» Man könne schliesslich rasch auf die roten Plätze abrutschen, und das gelte es zu verhindern.
Gelegenheit dazu bietet sich Dietikon-Urdorf bereits am nächsten Samstag, Dann spielen die Limmattaler, die neu auf Platz 6 liegen, gegen Frauenfeld, das nur einen Punkt weniger auf dem Konto hat und Platz 8 belegt.
Michel Sutter (Limmattaler Zeitung, 23.01.2011)
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Kommentar von hampi |
liebe schreiberlinge, es war auch ein gegner auf dem feld und dieser gegner war gestern einfach dieses kleine quäntchen besser. und sorry aber gegen die Imhofmanndeckung kein Mittel finden... faule ausrede.. da soll sich der bruggmann gefälligst etwas einfallen lassen. der imhof ist der einzige der verlässlich tore schiessen kann. auf diesen mann können wir nicht verzichten. hopp hcdu