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FU17I: 45 Minuten tollen Handball gezeigt

von Marco Wyttenbach

Der HV Herzogenbuchsee rückte mit allem an, was man zu bieten hatte, also inklusive einer Spielerin aus der SPL2. Die Limmatwaves rückten ebenfalls mit allem an, also exklusive Spielerinnen aus höheren Ligen.

 

Das Spiel begann toll. Mit Spielbeginn ist an dieser Stelle die Matchbesprechung vor Beginn des Spiels gemeint. Temporär-Assistenztrainer Mägi ist es gelungen, eine neue Methode durchzusetzen, die den Funken überspringen liess. Das Einlaufen war intensiv, aber das Team bei Spielbeginn hellwach. Trotz dem Hinweis, dass es heute gegen den Leader in der Defensive schmerzhaft werden würde, zeigte man dieselbe Härte in der eigenen Verteidigung und zeigte keine Angst vor dem "Infight". Resultat waren hervorragende 12 erhaltene Tore nach 30 Minuten. Das lag nicht zuletzt daran, dass Arlinda im Tor eine Macht war und in der ersten Halbzeit sensationelle 55% Abwehrquote hatte (!!!). Im Angriff lief es ebenfalls sehr gut. Mal für mal tauchten die Limmatwaves mit schön herausgespielten Spielzügen oder durch individuelle Klasse alleine vor dem gegnerischen Goalie auf, trafen aber mindestens ein halbes Dutzend Mal einfach das Tor nicht. Ein weiteres gefühltes halbes Dutzend Mal traf man den Pfosten oder wurde wegen eines Fouls zurückgepfiffen. Und dann war da auch noch der gegnerische Goalie, der sich mit Arlinda ein Duell auf höchstem Niveau lieferte. Deswegen konnten die Limmatwaves nicht mehr als sechs Tore werfen, aber dennoch muss betont werden, dass in diesen ersten 30 Minuten eine Top-Leistung gezeigt wurde mit stellenweise hervorragender Abwehrarbeit und tollen Spielzügen im Angriff.

 

Die zweite Halbzeit begann, wie man es nicht erwarten durfte: die Limmatwaves waren überlegen und konnten innert weniger Minuten auf 12:9 verkürzen und hatte sogar Chancen, auf nur noch zwei Tore Differenz heranzukommen. Danach fing sich der Gast wieder etwas und hielt die jungen Limmattalerinnen auf Distanz bis beim Stand von 16:12 der Faden riss und die Kräfte nicht mehr reichten, um dem druckvollen Spiel des Favoriten entgegenzuhalten. Arlinda liess zusammen mit der Defensive ebenfalls etwas nach und kassierte urplötzich Tore vom Flügel, den sie während 45 Minuten souverän - wenn nicht perfekt - im Griff hatte. Die letzten 15 Minuten nutzte Herzogenbuchsee dann zu einem Schaulaufen und erzielte noch 11 Tore, während den Limmatwaves nur noch deren 2 gelangen. 

 

Eine tolle Leistung und schlechter Lohn. Aber der Weg stimmt und die Emotionen ebenfalls. Das Team ist toll und versteht es mittlerweile, sich auf ein Spiel vorzubereiten. Das liegt nicht zuletzt an den neuen Methoden des Temporär-Assistenztrainers Mägi, der die Funken überspringen lässt. Heute brannten insbesondere Arlinda, Livia und Seraina. Alle drei spielten 60 Minuten durch und zeigten hervorragende Leistungen. Das ist der Weg, den es weiter zu beschreiten gilt! Hopp FU17I!

 

 

Limmatwaves - HV Herzogenbuchsee 14:27 (6:12)

Limmatwaves: Arlinda (1.-60.), Bettina (3/2), Annegret (1), Katja (1), Linda, Casy, Livia (3), Seraina (2), Rebi (1), Rumer (2/1), Selina

Bemerkungen: Bettina verwirft einen Penalty (Fuss bewegt; wäre drin gewesen...), Arlinda hält einen Penalty; Limmatwaves ohne Gina, Blini, Michelle, Moni, Manu (alle Ferien), Sabi (verletzt)

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